3:0-Heimerfolg bringt neue Hoffnung für Rot-Weiss
CUXHAVEN. Für viele Fans war es schon die Überraschung, dass überhaupt auf der Cuxhavener Kampfbahn gestern gekickt wurde. Und dann gewinnt auch noch der abstiegsbedrohte Fußball-Oberligist Rot-Weiss Cuxhaven mit einer ansprechenden Leistung klar mit 3:0 gegen den MTV Gifhorn, der in der Tabelle vier Plätze besser platziert war. Nun verringerte sich der Abstand auf zwei Ränge. Cuxhaven ist jetzt 13., darf sich nun mehr Hoffnung machen, die Relegationsplätze neun oder zehn zu erreichen.
Cuxhaven - Gifhorn 3:0 (2:0): Rot-Weiss stellte kürzlich mit Mario Graca einen Co-Trainer ein - und der durfte gleich nach der dreimonatigen Winterpause ran, weil sich Trainer Carsten Huning zur Zeit auf einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme im Saarland befindet. Aber an der taktischen Ausrichtung hat sich nicht viel geändert, nur dass Kapitän Sergio Gonzalez in die Vierer-Abwehrkette rückte und dafür Jan Unruh ins Mittelfeld durfte.
Beiden Teams war anzumerken, dass sie schon lange nicht mehr unter freiem Himmel gespielt haben. Kaum lief der Ball einmal über mehr als drei Stationen, obwohl die Kampfbahn sich in einem recht guten Zustand präsentierte. In der 8. Minute schob Bruno da Silva Oliveira das Leder von links auf rechts, Nehat Shalaj kam aber nicht mehr richtig an den Ball. Blaz Cavar sorgte für die nächsten brenzligen Aktionen, aber in der Defensive. In der 13. Minute sah er wegen Foulspiel gelb und anschließend beging er noch zwei Fouls. Für den gelb-rot-gefährdeten Spieler kam noch vor dem Seitenwechsel Nicola Albano in die Partie.
Marcus Richter wurde in der 31. Minute bei einem 18-Meter-Schuss gefoult, aber der Schiedsrichter gab nur Ecke. Das war der Beginn einer Druckperiode - und siehe da, es fiel der Führungstreffer (33.). Moritz Peckmann spielte auf die rechte Seite zu Delmar da Rocha Nunes und der flankte mit viel Gefühl auf den am sogenannten zweiten Pfosten stehenden Richter, der per Kopf zum 1:0 vollendete. Nur drei Minuten später das 2:0: Dieses Mal leistete da Silva Oliveira die Vorabeit. Peckmann umkurvte geschickt den herausstürmenden Keeper und schob durch drei Abwehrspieler hindurch ein.
Gifhorn hatte zwar teilweise gefällig bis zum Strafraum gespielt, aber letztendlich keine nennenswerte Torchance gehabt - und so ging es im zweiten Abschnitt auch zunächst weiter. Eine abgefälschte hohe Flanke von Nehat Shalaj entwickelte sich zu einem gefährliche Torschuss, den der Gifhorner Torwart nur mit viel Mühe zur Ecke lenken konnte (48.). Vier Minuten später war er machtlos, als Richter nach einem Konter eiskalt einschob zum 3:0.
Nach weiteren Cuxhavener Angriffen kamen die Gäste zu guten Möglichkeiten. RW durfte sich dann beim starken Torwart Hannes Krüger bedanken, der mit vier Großtaten (68., 71., 75. und 80.) glänzte. Dabei entschärfte er einen abgefälschten Freistoß oder stellte sich den Stürmern bei Kontern in den Weg. Auch Richter hatte noch eine riesige Chance. Bei einem Konter traf er dieses Mal nur die Latte. Am Ende hatte RW das Spiel verdient gewonnen. Co-Trainer Graca: "Das Team stand gut. Zweite Hlabzeit war nicht ganz so schön, aber Hauptsache wir haben drei Punkte."
von Frank Lütt
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