HELGOLAND. 60 Kilometer von der Küste entfernt rüstet sich Helgoland dafür, Service- und Wartungshafen für die entstehenden Offshore-Windparks zu werden. Am Dienstag machte sich Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) ein eigenes Bild, wie die Energiewende von der Nordsee aus schneller an Fahrt gewinnen kann.
„Der Ausbau der Offshore-Windparks beinhaltet eine Fülle von Problemen und Helgoland kann sehr dazu beitragen, sie zu lösen“, erkannte der Minister bei seinem ersten Besuch auf der Nordseeinsel. Und wo es noch hake, sicherte er Hilfe und Unterstützung zu. Schließlich nehme die Insel eine Vorreiterrolle ein. „Wir können nicht zulassen, dass uns irgendwer den Vorwurf macht, der schnelle Ausbau sei an der Sturheit des Anderen gescheitert. Wir sind daher größte Flexibilität schuldig.“
Auch sein Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) nimmt die Verantwortung des Bundes ernst, der auf Helgoland etliche Liegenschaften und Einrichtungen besitzt, beispielsweise den Schutzhafen, in dem die Windparkbauer gern feste Liegeplätze hätten. „Um Offshore voranzubringen, wird man flexibel reagieren“, betonte auch der Cuxhavener.
Er erinnerte daran, dass der Bund dafür bereits vor zwei Jahren Gewerbeflächen im Hafen zur Verfügung gestellt habe sowie 5,5 Millionen Euro Mitgift. Überlegt werden müsse, ob der Bund als großer Grundeigentümer eventuell weitere Flächen veräußern könne.
Bürgermeister Jörg Singer stellte heraus, dass seine Insel eine der ersten Serviceinseln der Welt sei und machte dem Minister deutlich, dass die Helgoländer beim Thema Offshore nicht nur Willensstärke an den Tag legen, sondern in das Vorhaben erheblich investieren, und dadurch ihre Verschuldung sogar verdoppeln.