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17. Juli 2012

Agility-Training für Hunde Stöckchen werfen war gestern

LAMSTEDT/HEMMOOR. Mascha schlängelt sich durch den Slalom-Parcours, springt über Hürden oder balanciert über einen Holzsteg: Einfach nur Gassi-Gehen ist out – in der Hundeschule Hemmoor können sich Hunde austoben und zugleich Gehorsam lernen. Und auch Herrchen und Frauchen haben beim Hundesport ihren Spaß.

Agility lautet das Zauberwort, das Hund und Mensch viel abverlangt, aber auch eine Menge Freude bereitet. Einmal pro Woche trifft sich die Agility-Gruppe der Hundeschule Hemmoor auf dem Trainingsgelände an der Steinheide in Hackemühlen. Der Spaß steht bei der kleinen Gruppe im Vordergrund.

Agility ist das englische Wort für Wendigkeit und Beweglichkeit. Diese Attribute stehen bei der Bewältigung des Parcours im Vordergrund. Neben dem Agility-Training gibt es eine Welpen- und eine Anfängergruppe, die Begleithundeprüfungsgruppe, die Junghunde- und Leistungsgruppe. Hier lernen Tiere und Besitzer die nötige Etikette für den alltäglichen Umgang. Wie das geht? Der richtige Ton macht die Musik, verbunden mit eindeutigen Gesten. Nur so versteht der Hund, was das Herrchen ihm sagen will.

Im Agility-Parcours wird die Bedeutung des Zusammenspiels zwischen Mensch und Tier besonders deutlich. Eindeutige Zeichen und Kommandos leiten den Vierbeiner richtig durch Stangen, über die Brücke oder den Steg. „Die Hunde müssen sich sehr konzentrieren“, sagt Trainerin Nicole Schulz. Sie erklärt, weshalb Agility für die Tiere so wichtig ist: „Sie können sich dabei austoben, aber das Training verlangt ihnen sehr viel Konzentration ab, besonders der Slalom-Lauf.“ Den Vierbeinern macht es trotzdem sichtlich Spaß. Und auch für die Hundehalter ist diese Art der Bewegung interessanter als bloßes Jogging, schlagen sie doch zwei Fliegen mit einer Klappe: sie bewegen sich selbst und der Hund lernt dazu.

Die Hundeschule Hemmoor hat derzeit 56 aktive Mitglieder. Im Verein sind nicht nur Vierbeiner willkommen, die einen reinrassigen Stammbaum vorweisen, sondern jeder Hund mit seinem Halter. „Wir haben alle Größen, vom 30 Zentimeter großen Bichon Frisé bis zum Dobermann“, sagt Annegret Piefel, ebenfalls Trainerin im Verein. Wer beim Verein einfach mal reinschnuppern möchte, meldet sich am besten vorher bei Trainerin Nicole Schulz, Telefon (0151) 21 00 94 41.

Von Jens-Christian Mangels

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Leserkommentare

U.Fischer,19. Juli 2012, 13:13 Uhr

Jou!

Schöner und treffender als meine Vorschreiber kann ich es auch nicht ausdrücken. Ggf. mit dem Zusatz: Wie benehme ich mich, wenn ich nett(!) auf die einschlägigen Bestimmungen hingewiesen werde.
cäfergirl,17. Juli 2012, 20:45 Uhr

Stöckchen werfen war gestern

.....gefüllte Beutelchen der "Lieblinge" in die Büsche und an den Rand des Gassi-Weges werfen ist heute!

Vielleicht sollte bei diesen Agility-Kursen, noch besser in den "Advanced Agility"-Lektionen für Fortgeschrittene, einigen Hunde-Besitzern beigebracht werden, dass die vermittelte Wendigkeit und Beweglichkeit nicht dafür gedacht ist, die aufgesammelte Hinterlassenschaft des vierbeinigen Freundes mitsamt Plastikbeutel voller Elan in die Natur oder an den Straßenrand zu werfen.
Bernhard jaeger,17. Juli 2012, 17:41 Uhr

"Agility" für Hunde....

Bevor hier jetzt Englischkurse für Hunde eingeführt werden, sollte man Kurse für Beweglichkeit bei Frauchen und Wendigkeit bei Herrchen einführen.

Lesson 1: Wie beseitige ich elegant die Hinterlassenschaft von Fiffi.

Lesson 2:
Wie lasse ich Fiffi an einer 20 Meter Automatikleine laufen, ohne Fußgänger und Radfahrer zu gefährden.

Lesson 3:
"Easy reading" Wie lese ich ein Verbotsschild und befolge es.

Wenn dann noch Zeit ist, könnte der Teacher sich um Fiffi kümmern und ihm beibringen, dass Passanten weder Feinde noch Spielzeuge sind und dass vor Geschäften ausgestellte Ware keine Pinkel-Animation ist.

Es gäbe sicher noch weitere Lektionen für Hund und Halter. Tip zur Namensfindung: "Advanced Agility"
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