Schnelles Eingreifen bei Tierseuchen
KREIS CUXHAVEN/STADE. Es war eine Uraufführung. Erstmals veranstaltete der Landkreis Stade in dieser Woche zusammen mit den Kreisen Cuxhaven, Rotenburg und Osterholz eine Übung zur Bekämpfung der Schweinepest. Dabei wurden Mechanismen zur wirksamen Eindämmung der hochansteckenden Tierseuche simuliert.
In der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wiepenkathen traten die Mitglieder eines zusammengestellten Tierseuchenzentrums zusammen.
Angenommen wurde, dass in den Ställen eines landwirtschaftlichen Betriebes im südlichen Landkreis Stade der Verdacht einer Schweinepest bestehen würden. Der Haustierarzt hatte hohes Fieber bei den Tieren sowie blutende Stellen und Blutergüsse festgestellt. Das Drehbuch der Übung wollte es, dass der Verdacht auf Schweinepest bestand. Und eine serologische Untersuchung beim Veterinäruntersuchungsamt in Oldenburg bestätigte laut Plan den ersten Verdacht.
Durch das Stader Veterinäramt wurden erste notwendige Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, damit sich die Seuche nicht ausbreitet. Zu diesen Maßnahmen gehörten die Räumung des betroffenen Betriebes sowie auch die Einrichtung von Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten. Ein Tierseuchenkrisenzentrum wurde eingerichtet.
"Zeitgleich wurden in allen niedersächsischen Landkreisen gleichartige Übungen veranstaltet", berichtete Kreisveterinärin Dr. Sybille Witthöft, die die Leitung für die Erprobung des Ernstfalls in den mit Stade beteiligten Landkreisen übernommen hatte. Die landesweite Übung wurde im Auftrag der niedersächsischen Landwirtschaftskammer durchgeführt.
Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) war Ausrichter der Krisenübung, an der sämtliche Landkreise, die sechs Polizeiinspektionen und 33 Polizeiinspektionen des Landes teilnahmen.
An der Stader Abschlussbesprechung waren auch Vertreter der Landwirtschaft und Tierärzte aus der Region beteiligt. Auch landwirtschaftliche Betriebe wurden mit einbezogen.
Die Übung soll dazu beitragen, dass Seuchen effektiv und schnellstmöglichst eingedämmt werden können. Schweinepest ist eine Krankheit, die in der Konsequenz Landwirten hohe Verluste bringt. Zusätzlich ist die Seuche für Bauernfamilien mit hohem persönlichen Leid verbunden. Dann zum Beispiel, wenn komplette Schweinebestände gekeult (getötet) werden müssen. (kor)























