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1. Juni 2012

Töpdlicher Bahn-Unfall Reisende mussten umsteigen

CUXHAVEN/ STADE. Wegen eines tödlichen Bahnunfalls mussten Reisende zwischen Cuxhaven und Hamburg am Donnerstagabend stundenlang auf Busse umsteigen.

Gegen 19:35 Uhr war es auf der Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Stade am Ortsrand von Stade zu einem Unfall zwischen einem PKW und einem Güterzug bekommen, bei dem der Autofahrer ums Leben kam. Nach Zeugenaussagen hatte der 66-jährige Stader mit seinem Mitsubishi trotz heruntergelassener Halbschranken und rotem Blinklicht versucht, den Bahnübergang zu überqueren.

Ein zu dem Zeitpunkt aus Richtung Cuxhaven in Richtung Stade fahrender 34-jähriger Lokführer aus Hamburg konnte seinen ca. 600 Tonnen schweren leeren Autotransportzug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und kollidierte mit dem Auto. Der Mitsubishi wurde ca. 400 Meter von der Lok mitgeschleift, bis der ca. 600 m lange Zug nach der Notbremsung zum Stehen kam.

Der sofort alarmierte Stader Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens konnten dem in dem völlig zerstörten Wrack eingeschlossenen Fahrer nicht mehr helfen, er war bereits seinen Verletzungen erlegen.

Die Feuerwehren aus Wiepenkathen und vom 1. Zug der Stadt Stade rückten mit ca. 45 Feuerwehrleuten an der Unfallstelle an und sicherten das Unfallfahrzeug und die beschädigte Lok ab. Um den Mitsubishi von der Lok zu trennen, mussten die Feuerwehrleute schweres Rettungsgerät und eine Seilwinde einsetzen.

Der THW-Ortsverband Stade wurde alarmiert, rückte mit 10 Helferinnen und Helfern an und errichtete eine Holzkonstruktion über die Schienen, damit das PKW-Wrack geborgen werden konnte. Da sich die Unfallstelle in einer Mulde mit ca. 8 m hohen Böschungen befand, waren die Helferinnen und Helfer vor besondere Herausforderungen gestellt.

Die Bundespolizei übernahm die bahnpolizeilichen Ermittlungen am Unfallort und ein Notfallmanager der Bahn kümmerte sich um die Reparatur der Lok und deren anschließende Bergung, die bis weit in die Nacht andauerten. Der Lokführer blieb bis auf einen Schock unverletzt.

Die Bahnstrecke musste für die Zeit der Rettungs-, Bergungs- und Reparaturarbeiten voll gesperrt werden und Reisende waren gezwungen auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen umzusteigen.

Der Mitsubishi wurde bei dem Unfall völlig zerstört und die Lok erheblich beschädigt, der Gesamtschaden dürfte sich auf mehrere zehntausend Euro belaufen.

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Leserkommentare

mwcux, 3. Juni 2012, 16:47 Uhr

die Gefahr der Halbschranken könnte beseitigt werden

Immer wieder kommt es auch an Halbschranken zu tödlichen Unfällen. Es wäre nicht sehr aufwändig mit einem kleinen Getriebe ein auf oder in der Halbschranke positioniertes Verlängerungsstück z.B. Alurohr auszufahren und somit das Umfahren der Halbschranke ohne Fahrzeugbeschädigung nahezu unmöglich zu machen. Es könnte Leben retten und die durch solche Unfälle verursachten Kosten deutlich verringern.
fred ruthemeier, 1. Juni 2012, 17:32 Uhr

bahnunfall

als bahnmitarbeiter im zugbegleitdienst war ich auch häufiger mit unfällen od suizid auf der schiene konfrontiert. ich kann jedem lokführer od auch zugpersonal diesen schock tief nachempfinden. bin selber seit über eineinhalb jahren dienstunfähig weil mich diese erlebnisse traumatisiert haben. ich finde es sehr bedrückend das aber bei suizidfällen zwar der lokführer betreut wird aber die zugbegleiter weniger. obwohl es in den personalakten stehen MUSS ist dieses bei mir u mittlerweile anderen bekannten fällen NICHT der fall. soweit zum thema fürsorgepflicht der FIRMA als großes deutsches verkehrsunternehmen.
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