metronom: Weiter Verbessern und dann durchstarten
KREIS CUXHAVEN. Nach den ersten 100 Tagen am Steuer einder der größten Privatbahnen Deutschlands formuliert die neue Geschäftsführung der metronom Eisenbahngesellschaft ehrgeizige Ziele. Langfristiges Wachstum und ein neues Informationsangebot für die Fahrgäste sind die Schwerpunkte der nächsten Monate. Zudem soll vor allem der Umgang mit den Fahrkartenautomaten für die Reisenden verbessert werden.
"Das nicht alles gut ist mit unseren Automaten, ist klar", sagt Hagen Tronje Grützmacher, neuer Pressesprecher der metronom Eisenbahngesellschaft ganz selbstkritisch. "Doch wir arbeiten dran", ergänzt er sofort. Seit rund einem Jahr stehen an den Bahnhöfen, die von den blau-gelben metronom-Zügen angefahren werden, die unternehmenseigenen Automaten.
"Diese eigene Vertriebsmöglichkeit ist für uns als Unternehmen sehr wichtig", so Grützmacher. In den Jahren zuvor wurde auch die Buchung der metronom-Tickets über die Automaten der Deutschen Bahn geregelt. "Wir waren abhängig von der Deutschen Bahn. Für die Abrechnung mussten wir immer Umwege in Kauf nehmen", erklärt der Pressesprecher. Ein eigenes Automatennetz sei ein wichtiger Schritt für den metronom und eine Investition in die Zukunft.
Die metronom Eisenbahngesellschaft wird, neben einem eigenen Netz von Fahrkartenautomaten, in Zukunft auch mit privaten, regionalen Anbietern beim Ticketverkauf kooperieren. Das bedeutet, dass im Reisebüro oder im Kiosk nebenan die metronom-Tickets ebenfalls vertrieben werden. In der kommenden Woche wird der erste "metronom Treffpunkt" in Sottrum eröffnet. Weitere sollen folgen - auch im Cuxland.
Ziel ist es, mit einer Ausweitung des Vertriebs und des Kundenservices, die Fahrgastzahlen von aktuell rund 95 000 täglich, auf über 100 000 pro Tag zu steigern.
"Wir werden 2012 richtig Fahrt aufnehmen, um noch mehr Menschen als bisher, von unserem metronom zu begeistern", betont Frank Höhler, der kaufmännische Geschäftsführer. "Wir wollen unsere Fahrgäste verstärkt direkt ansprechen und informieren: über unseren Service, unseren Fahrplan und über Ausflugsmöglichkeiten, aber natürlich auch, wenn es mal hakt, weil irgendwo gebaut wird."
Von Jan Unruh
















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Leserkommentare
Metronom
Diesen Zeiten, trauere ich keine Sekunde nach!
Wenn es hier zu Verspätungen kommt, der wohl häufigste Anlass zur Kritik am Metronom, ist das meistens der DB anzulasten.
Liegen gebliebene Güterzüge, verspätete S-Bahnen bremsen den Metronom aus, jede Menge Langsamfahrtstrecken wegen einer grottenschlechten Trasse, Weichenstörungen, Schrankenstörungen, zu lange Blockabstände usw. sollte man Metronom nicht anlasten.
Das aber sind die häufigsten Gründe für Verspätungen auf der KBS 121.
Aber auch das hält sich im Rahmen, meist betragen diese Verspätungen nur wenige Minuten. Das war vor Dezember 2007 alles weitaus schlechter!