Berufsbildende Schulen Feine Gerichte als krönender Abschluss
Bereits sechs Wochen vor dem Prüfungstermin hatten die Kochlehrlinge von der Prüfungskommission eine Liste mit Zutaten erhalten, die im dreigängigen Menü auf jeden Fall enthalten sein sollten. Hierzu gehörten unter anderem Lachsforelle, Kartoffeln, Gelantine und Sahne. Aus diesen Komponenten sollten - mit Fantasie und Können - Speisen gestaltet werden, die die Jury zu überzeugen vermochten. Doch schon bei der Vorbereitung waren für die fachkundigen Augen Unterschiede erkennbar. Die sechs Jurymitglieder aus gastronomischen Betrieben und der Berufsbildenden Schule notierten jede Unzulänglichkeit. Jörg Hansen, Küchenchef im Hotel Seelust, betreut die Abschlussprüfungen seit über 20 Jahren. „Für mich ist es unverständlich“, kristisierte er, „dass einige der Köche trotz der langen Vorbereitungszeit etwas unkoordiniert zu Werke gehen.“ Andere hingegen lobte er für den ordentlichen Arbeitsplatz und die kreative Anrichtung der Speisen.
Die gelandenen Gäste zeigten sich weitestgehend begeistert vom Essen, sahen über Kleinigkeiten hinweg und genossen den Service der Restaurantfachleute. Diese hatten bereits am Vortag ihr theoretisches Wissen unter Beweis gestellt, indem sie zum Thema Eventmarketing geprüft wurden. Am zweiten Tag stand der praktische Prüfungspart auf dem Programm: servieren, tranchieren, Cocktails zubereiten. Für sie gar kein Problem. Prüferin Heide Harras zeigte sich optimistisch. „Voraussichtlich werden alle Restaurantfachleute die Prüfung bestehen“, äußerte sie eine erste Prognose auf die Ergebnisse.
Diese sollten am Dienstag Nachmittag bekannt gegeben werden.
Von Julia Carstens

































