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6. August 2012

KVG Wegen fünf Cent stehen gelassen

CUXHAVEN. Ein Ferientag, kurz nach 17 Uhr. An der Bushaltestelle Stadtsparkasse steigt ein elfjähriger Junge in die Linie 1002 der KVG. Er möchte nach Sahlenburg fahren, nach Hause zu seinen Eltern. Er legt der Fahrerin sein Geld hin. Fünf Cent fehlen. Der Junge steigt wieder aus.

Am Mittwoch wies uns eine Leserin auf der CN-Facebook-Seite darauf hin, dass ihr „11-jähriger Sohn am Montagspätnachmittag (17.04 Uhr) von einer Busfahrerin !!! der KVG nicht mitgenommen wurde, weil ihm sage und schreibe 5 Cent fehlten“. Über 100 Nutzer haben diese Meldung seitdem kommentiert und es ist eine heiße Diskussion über das Thema entbrannt.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Richard Peters, Betriebsleiter der KVG Stade und Cuxhaven: „Wir nehmen die Sache sehr ernst. Die meisten Fahrer gehen kulant mit solchen Situationen um und kleine Kinder werden in der Regel auf dem Weg von der Schule nach Hause nicht stehen gelassen.“ Dieses Ereignis habe sich jedoch in der Ferienzeit zugetragen.

„Generell ist das ein Kassengeschäft. Wenn man im Supermarkt eine Milch kaufen will und die Hälfte des Geldes fehlt, dann bekommt man auch keine Milch.“ Die Entscheidung liege dann im Ermessen des einzelnen Busfahrers, ob er jemanden mit zu wenig Geld mitnimmt. Er müsse die Differenz nämlich aus eigener Tasche zahlen.

In einem Gespräch mit der Busfahrerin habe diese die Situation folgendermaßen geschildert: Der Junge sei an der Haltestelle Stadtsparkasse eingestiegen und habe ihr zu wenig Geld hingelegt. Sie habe ihm gesagt, dass die Fahrkarte 1,25 Euro koste. Daraufhin habe er sein Geld zurückgenommen und sei wortlos ausgestiegen. Häufig liege das Problem auch in der Kommunikation, so Peters.

Die Mutter des Kindes schrieb weiter: „Die Schule meines Sohnes hat Busfahrkarten für ein ganzes Schuljahr und insofern bin ich nicht über aktuelle Preisveränderungen informiert. Mein Fehler, ich weiß! Ich gab meinem Sohn 1,20 Euro mit für eine Fahrt von der Stadtsparkasse nach Sahlenburg mit der Linie 1002.“ Richard Peters wies darauf hin, dass die Preise bereits im Mai angehoben worden seien, was also schon länger her sei.

Von Verena Kovalik

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