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10. August 2012

Hundesteuer Was kosten Freunde auf vier Pfoten?

KREIS CUXHAVEN. Wie viel Herrchen für seinen Hund im Landkreis Cuxhaven berappen muss, hängt ganz davon ab, wo er wohnt. Ein Blick in die Gemeinden zeigt, wie groß die Unterschiede in der Hundesteuer sind. So mancher Ort erwägt eine Änderung in seiner Satzung. Doch erst einmal wollen die Verwaltungen alle Halter dazu bringen, ihre Freunde auf vier Pfoten auch anzumelden.

Wer im Cuxland einen Hund hält, findet unter anderem im Sietland ein kleines Steuerparadies: In den Gemeinden Ihlienworth, Steinau, Odisheim und Wanna liegt seit der Währungsumstellung der Betrag bei krummen 24,54 Euro für den ersten Hund, 49,80 für den zweiten und 73,63 für jeden weiteren. „Bei uns nimmt die Hundesteuer einfach keinen allzu großen Stellenwert ein“, begründet der Ihlienworther Bürgermeister Horst-Christian Deck. Er hoffe, dass rund 90 Prozent der Hunde auch gemeldet seien. Wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß keiner. Die Verwaltung setze auf die Ehrlichkeit, führe aber auch so manchen Kontrollbesuch durch, wenn sie Tipps von Anwohnern bekäme. Ausreden wie „der Hund ist nur zu Besuch“, werden dann auf die Probe gestellt. In der Samtgemeinde Land Hadeln einschließlich des Sietlandes sind insgesamt 1400 Hunde angemeldet. Zusätzlich zahlen 42 allerdings eine ermäßigte Hundesteuer, da ihr Tier zum Beispiel als Jagdhund gilt.

Alle anderen bezahlen je nach Stadt oder Gemeinde: in Otterndorf sind es 63 Euro, in Neuenkirchen 33, und in den Gemeinden Osterbruch und Nordleda 27 Euro. Die Gemeinden der Samtgemeinde Börde Lamstedt nehmen 36 Euro für den Ersthund an Steuern. Zwar wurde die Steuer zuletzt im Jahr 2007 erhöht, doch man denke zurzeit über eine Erhöhung nach, vermeldet Gabriele Wehber von der Verwaltung. Insgesamt sind 725 Steuermarken für Hunde in der Börde registriert. In der Samtgemeinde Hemmoor haben rund 1200 Halter ihren Hund angemeldet. Die Steuer liegt im Mittelfeld: 55 Euro für Ersthund.

Wie zumeist sind unentbehrliche Hunde, wie Blindenhunde, davon ausgenommen. Auch Tiere, die im öffentlichen Interesse gehalten werden, zum Beispiel zur Suche nach Unfällen eingesetzt werden, können auf Antrag um die Steuer herum kommen. Ebenfalls wer weitab vom Schuss wohnt, kann Glück haben: Dann ist Bello Wachhund und kann auf Antrag Steuerermäßigung bekommen – es gilt jedoch der Mindestabstand von 300 Metern zum nächsten Nachbarn.

In der Samtgemeinde Am Dobrock variiert der Steuersatz ebenfalls: Herrchen in Bülkau bezahlen nur 39 Euro für den Ersthund. Mehr wird es schon in Belum, Geversdorf, Neuhaus, Oberndorf und Wingst: für den ersten Hund 48 Euro. Darüber liegt Cadenberge mit 54 Euro für Hund Nummer eins. Für manche Gemeinden kommt so eine beträchtliche Summe zusammen: Die Stadt Hemmoor nahm im Jahr 2011 rund 37 860 Euro an Hundesteuern ein, in der Stadt Otterndorf waren es 28 200 Euro.

Verglichen mit der Landeshauptstadt sind die Sätze im Cuxland allerdings alle moderat: Mit 132 Euro für den ersten Hund liegt Hannover in Niedersachsen an der Spitze.

Von Janna van Diepen

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Leserkommentare

Martina Mushardt,22. August 2012, 00:18 Uhr

Hundesteuer

@ I. Tomforde

Die Hundesteuer ist eine allgemeine Steuer, sie kann also den Dienstwagen des Bürgermeisters finanzieren oder andere kommunale Löcher stopfen.

In Ballungszentren sind 3stellige Beträge für 1 Hund gang und gäbe, im ländlichen Bereich 2stellig.

Otterndorf bemüht sich sehr, um Hundehalter und auch Hundegegner zufrieden zu stellen.

Sei es mit gefühlten 100 Kotbeutelstellen, Mülleimern und Freilaufflächen.

Dementsprechend ist es sauber und fast konfliktfrei.

Wenn jeder Hundebesitzer sich mal bücken würde, um die Haufen zu entfernen, die "der-tut-nix-Hunde" rechtzeitig anleinen, um Joggern und Radfahrern auch das Leben zu erleichtern, gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme, da wäre ein Hundehalter-Leben sehr angenehm.

Leider versteifen sich zu viele auf die Hundesteuer, mein Hund kann tun und machen, was er will, ich bezahle ja (oder auch nicht ....)

Ich zahle in Otterndorf gerne die Hundesteuer, da sie hier auch pro Hund umgesetzt wird......
Ingrid Tomforde.Hundebesitzerin aus Hemmoor,13. August 2012, 10:04 Uhr

Gassi gehen im Hundesteuerparadies

Sehr geehrte Frau van Diepen,
der Artikel ist zwar informativ, aber vielleicht sollte man auch hinterfragen, was mit der Hundesteuer gemacht wird. In der Stadt Hemmoor sind zb. keine Hundetoiletten vorhanden, in der Gemeinde Osten stehen schon mal zwei und in Hechthausen eine. Man sollte also auch mal hinterfragen,wofür die Steuer eingesetzt wird. Aber die Frage habe ich bereits anläßlich der Aufforderung Leser haben Fragen an die Redaktion unter der Nr. 04751/901299 im Mai 2011 gestellt.Aber darauf kam keine Reaktion.Schade an sich.
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