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7. August 2012

Lebensgefahr Warntafeln entlang des Leitdamms?

CUXHAVEN. Wer ins Watt geht, sollte sich vorher mit den besonderen Bedingungen in diesem Naturraum vertraut gemacht haben, vor allem mit den Gefahren. Dass sich dieser Gefahren längst nicht alle Binnenländer bewusst sind, müssen die Rettungsschwimmer der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH immer wieder feststellen.

Probleme bereitet besonders der Abschnitt am Leitdamm. Dort klettern regelmäßig Ortsunkundige über die Steine. Sie lockt das Wasser der Elbe und die Sandablagerungen zwischen den Buhnen, offenbar ohne zu ahnen, dass sie dort in Lebensgefahr sind. Tut die Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH genug, um Wattwanderer über die Gefahren am Leitdamm zu informieren?

„Wir beschäftigen uns intensiv mit dieser Frage. Und wir wissen, dass wir noch mehr tun müssen, um die Leute auf die Gefahr hinzuweisen“, sagt der technische Leiter der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH, Hartmut Cords. Auch das für die Elbseite verantwortliche Wasser-und Schifffahrtsamt Cuxhaven habe die Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH aufgefordert, in geeigneter Weise Vorsorge zu treffen, dass es nicht zur Gefährdung von Menschenleben kommt. Die Frage ist nur, wie kann das geschehen?

Hinweistafeln im Watt entlang des Leitdamms mit Warnhinweis und Totenkopfzeichen hält Cords für keine praktikable Lösung. Die Schilder würden überflutet und von der Strömung umgerissen, meint der Praktiker. Auch die Hinweistafeln an den Strandzugängen an der Kugelbake und in Döse seien zwar wichtig, aber nur die zweitbeste Lösung. Am ehesten vertraut er den Veröffentlichungen in den Medien und der Vorbildfunktion der Cuxhavener, die – falls nötig – unvorsichtige Binnenländer auf die Gefahren im Zusammenhang mit dem Leitdamm hinweisen sollten.

„Es reicht die Welle eines Containerschiffes, um die Leute auf den Steinen umzuschmeißen und schwer zu verletzen“, weiß Cords. Menschen vor dem Leitdamm seien von der Rettungsstation aus nicht zu sehen. Falls sie von der Strömung erfasst würden, herrsche sofort akute Lebensgefahr. Hinweise kommen oft von Lotsen vorbeifahrender Schiffe. Präventiv würde die DLRG den Leitdamm mit ihrem Boot abfahren. Doch, um alles im Blick zu behalten, sei der Leitdamm mit über acht Kilometern viel zu lang.

Von Thomas Sassen

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