Von der Werft direkt in Seenot
CUXHAVEN. Mit einem Großaufgebot an Hilfsschiffen konnte am Dienstag das Sinken eines 20 Meter langen hölzernen Kutters gerade noch verhindert werden.
Der niederländische Eigner hatte tags zuvor auf der Boots-und Schiffswerft am Schleusenpriel in Cuxhaven am Unterwasserschiff des betagten Traditionsschiffes gearbeitet. Doch die Vorkehrungen für den bevorstehenden Seetörn hatten offenbar nicht ausgereicht. Gestern gegen 11 Uhr meldete sich der Skipper, der allein unterwegs war, über UKW bei der DGzRS: "Brauche dringend Hilfe, habe starken Wassereinbruch!" Der Havarist befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Elbmündung, etwa 14 Seemeilen entfernt von Helgoland - schnell zu erreichen für den Helgoländer Rettungskreuzer "Hermann Marwede". Die "Mellum" war ebenfalls in der Nähe und nahm den Havaristen längsseits, während mit den Pumpen des Tochterbootes "Verena" des Rettungskreuzers der leck geschlagene Kutter über Wasser gehalten wurde. So erreichte der Schleppverband gegen 18 Uhr Cuxhaven.
Von Thomas Sassen
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