VHS-Kino: Filmperlen en masse
CUXHAVEN. Mit dem bayrischen Filmhit "Eine ganz heiße Nummer" meldet sich das städtische VHS-Kino zurück auf der großen Leinwand im Bali-Kino-Center. Am kommenden Mittwoch, 1. Februar, startet in dem Lichtspielhaus um 20 Uhr die neue Semesterspielfilmzeit.
"Die meisten Filme konnte ich schon vorher sehen", freut sich Dorothea Kittlitz, die insgesamt 14 Filmperlen für die VHS-Kino-Gemeinde ans Tageslicht befördert hat. Regelmäßig ist die Filmliebhaberin in Hamburg, Bremen und auf den norddeutschen Filmfestivals unterwegs. Dort trifft sie eine Vorauswahl, die nach einer weiteren Abwägung schließlich in dem jeweiligen Kino-Programm mündet. "Diesmal habe ich eine Auswahl getroffen, in der Komödien besonders stark vertreten sind", sagt Kittlitz.
Am 8. Februar wartet mit "Nur für Personal" eine mit sozialen und kulturellen Gegensätzen spielende Komödie auf die Kinogänger. Eine Woche später am 15. Februar macht sich in dem Roadmovie "Wintertochter" ein elfjähriges Mädchen auf den Weg von Berlin nach Polen, um ihren leiblichen Vater zu finden. Als herzerwärmende Multikulti-Komödie kommt der Film "Dreiviertelmond" (22. Februar) daher, in dem Elmar Wepper als Taxifahrer einem kleinen türkischen Mädchen bei der Suche nach ihrer Mutter behilflich ist.
Ein ernstes Thema behandelt der sehenswerte Film "Halt auf freier Strecke" (29. Februar). Die realistisch erzählte Geschichte handelt von einer vierköpfigen Familie, in der der Vater plötzlich an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt.
"Im Weltraum gibt es keine Gefühle" (7. März) heißt die schwedische Komödie, die eindrucksvoll vom 18-jährigen Simon berichtet, der das Asperger-Syndrom hat. Mit der opulenten Literaturverfilmung "Jane Eyre" geht es am 14. März im VHS-Kino weiter. Der gleichnamige Roman von Charlotte Brontë war 1847 eine Sensation und ist ein feministischer Klassiker.
Für alle die die sehenswerte Komödie "The Guard - Ein Ire sieht schwarz" im CN-Film-Club verpasst haben, gibt es am 21. März noch einmal die Möglichkeit, sich den köstlichen Krimi noch einmal anzuschauen. Ein Wiedersehen mit der Aktrice Kristin Scott Thomas beschert den Kinogängern am 28. März die Romanverfilmung "Sarahs Schlüssel". Auch der neueste Film von Aki Kaurismäki "Le Havre" wird ein weiteres Mal im Bali-Kino gezeigt, und zwar am 4. April. Der Film ist ein modernes Märchen, das auch vor unwahrscheinlichen Wendungen nicht zurückschreckt.
"Bessere Zeiten" (11. April) verspricht die gleichnamige Verfilmung des Bestsellers von Susanne Alakoski, die in ihrem Werk über die Kindheit eines finnischen Einwanderermädchens im Schweden der siebziger Jahre erzählt. Die Hauptrolle spielt übrigens Noomi Rapace, die viele Zuschauer sicherlich von der "Millenium"-Verfilmung kennen.
"Der Favorit der neuen Spielzeit ist für mich der experimentellen Film 'Sound of Noise'", erklärt Dorothea Kittlitz. Der Streifen, der am 18. April im Bali gezeigt wird, begleitet sechs verrückte Schlagzeuger und ihre "Terror-Instrumente" - das ist erlebenswert!
Mit dem mehrfach ausgezeichneten Drama "Das kleine Zimmer" aus der Schweiz geht das Programm am 25. April weiter. Der Film beschäftigt sich mit der Frage "Was fangen wir nur mit unseren Alten an?". Am 2. Mai endet die Semesterspielzeit mit der Komödie "Sommer in Orange. Darin wird die Geschichte von Baghwan-Anhängern erzählt, die von Berlin nach Oberbayern umziehen, um dort ein Therapiezentrum zu eröffnen.
Von Jens Potschka
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