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26. Juni 2012

Traumanetzwerk gegründet Verletzte schneller versorgen

CUXHAVEN/STADE/OTTERNDORF. Mehr Verlässlichkeit für Schwer- und Schwerstverletzte: Das ist das Ziel des neu gegründeten Traumanetzwerks im Elbe-Weser-Dreieck. Zu diesem gehören die Krankenhäuser Cuxhaven und Stade als regionale Traumazentren sowie die Häuser in Otterndorf, Buxtehude, Bremervörde und Zeven als Zentren der Grundversorgung.

Ziel dieses Verbundes ist, die Versorgung von schwer- und schwerstverletzten Personen durch enge Kooperation und verlässliche Abnahmegarantien zu verbessern. Es ist nicht nur klar festgelegt, wer welche Versorgungsstufe anbietet, sondern es sind auch Notrufnummern und Abnahmewege festgelegt. „Überall in Deutschland befinden sich derartige Netzwerke in Gründung“, erläutert Privatdozent Dr. Wolfgang M. Franck, Chefarzt der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Cuxhavener Krankenhaus.

Regionale Traumazentren, die auch sehr komplexe und schwere Verletzungen versorgen können, können nur Häuser werden, die sich einer Zertifizierung unterzogen haben. Dieses aufwendige Verfahren wurde unter der Koordination von Michal Korecki und PD Dr. Wolfgang Franck auch in Cuxhaven durchgeführt. „Viele Dinge waren schon da, aber sie mussten in Netzwerk-Abstimmungstreffen in Form gegossen werden.“ Bei der Überprüfung wurden die strengen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zu Grunde gelegt.

Als überregionales Versorgungszentrum ist den Krankenhäusern des Netzwerks das Krankenhaus St. Georg in Hamburg zugeordnet.

Das Krankenhaus Cuxhaven baut demnächst einen neuen großen Schockraum – auch im Hinblick zum Beispiel auf Unfälle in der Offshore-Industrie. Ziel der Schockraum-Mannschaft ist es, eine schwer verletzte Person innerhalb von zehn Minuten so zu stabilisieren, dass sie bereit ist für die weitere Diagnostik oder den Weg in den Operationssaal.

Die strengen Kriterien der Berufsgenossenschaften sind schon jetzt in Cuxhaven erfüllt.

 Von Maren Reese-Winne

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Michal Korecki und PD Dr. Wolfgang M. Franck, die gemeinsam die Zertifizierung der Krankenhaus Cuxhaven GmbH zum regionalen Traumazentrum organisiert haben, im alten Schockraum, der demnächst durch einen modernen ersetzt wird. Foto: Reese-Winne
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