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1. September 2010

Tierheim: Für mehr Katzen ist kein Platz

CUXHAVEN. Trotz Bemühungen der Tierschutzvereine und Tierhilfen hat sich dieses Jahr die Katzenschwemme verstärkt über das Tierheim Cuxhaven ergossen. Der Tierschutzverein Cuxhaven sieht eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen als einzige Möglichkeit, um die Lage in den Griff zu bekommen.

"Wir sind rappelvoll, mehr Katzen können wir nicht aufnehmen", fast Birgit Wiesner, 1. Vorsitzende vom Tierschutzverein Cuxhaven, die angespannte Lage zusammen. Über 90 Katzen leben derzeit im Tierheim der Stadt - und täglich kommen ein bis fünf Tiere hinzu. Darunter sind derzeit 40 Katzenbabys, die Warteliste ist lang. Nur selten ist ein Tier dabei, das nicht krank ist.

Schon seit Jahren beobachtet Birgit Wiesner, dass sich die Katzenpopulation stetig erhöht. "Katzen werfen zwei bis dreimal im Jahr, sie vermehren sich sehr schnell", erklärt sie. Doch viele Tierhalter, die ihre Katzen frei streunen lassen, sind sich dessen nicht bewusst. Hier müsse noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, so die Tierschützerin.

Um die Katzenschwemme einzudämmen, unterstützt das Tierheim Cuxhaven den Vorschlag des Deutsche Tierschutzbundes, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen auf kommunaler Ebene einzuführen.

Gutes Beispiel: Paderborn

Positive Erfahrungen gibt es damit in der Stadt Paderborn, die 2008 eine entsprechende Vorschrift in die Kommunalverordnung aufgenommen hat. Die zuständigen Veterinärbehörden klären dort die Katzenhalter über die unkontrollierte Fortpflanzung auf. Andere Kommunen sind diesem Beispiel bereits gefolgt. Birgit Wiesner hofft, dass dieses Tierschutzproblem auch im Cuxland wieder mehr Gehör findet. "Ich bin zuversichtlich, dass sich Cuxhaven nicht als eine der letzten Kommunen dieser Aufgabe stellen wird", so Wiesner. Denn Kastrationsaktionen, bei denen Tierheim-Mitarbeiter gezielt an Orte fahren, wo eine Katzenplage herrscht, würden das Problem nicht endgültig lösen.

Auch auf den schlechten Zustand des Katzenhauses im Tierheim macht  Birgit Wiesner aufmerksam. Ein Neubau kostet 110 000 Euro. "Allein können wir das nicht stemmen", sagt sie. Für diesen Traum seien Spenden dringend nötig.

Von Bernadette Patzak und Timo Fränzel

 

Weiterführende Informationen zum Artikel:
www.tierheim-cuxhaven.de

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Über 90 Katzen hat das Tierheim derzeit in Obhut. Sogar im Büro des Tierschutzvereins hat Birgit Wiesner schon Platz für die kleinen Vierbeiner geschaffen. Laut Wiesner bleiben die meisten den Rest ihres Lebens dort. Foto: Patzak
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Leserkommentare

Tierfreund,28. Januar 2011, 13:56 Uhr

Internet abgeschaltet

Seit Wochen ist das Tierheim nicht im Internet erreichbar. Das sollte dringend in Ordnung gebracht werden.
Antje.Bartz,20. Januar 2011, 16:12 Uhr

Klasse

Wir haben uns vor 3 Jahren ein Tier aus dem Tierheim Cuxhaven geholt, wir wurden weder unfreundlich behandelt noch abgewiesen. Im Gegenteil , ich fand die Behandlung vorbildlich, darum gehe ich nun unregelmäßig hin und gebe Futterspenden ab, weil ich ein Problem damit habe Geld zu spenden!
Ludwig, 7. September 2010, 08:46 Uhr

Positives Erlebnis!

Schon ein wenig drauf aus, dass ich unfreudlich im Tierheim empfangen werde, bin ich trotzdem hin gegangen, um für meine Mutter eine Katze zu besorgen. Ich muss sagen, ich bin absolut freundlich empfangen worden. Natürlich wurde die örtliche Gegebenheit, in der die Katze zukünftig wohnen sollte, überprüft, was ich nur allzu verständlich finde. Ich hatte kein Problem damit, für diese Katze zu zahlen, da sie so ja nun schon operiert, geimpft und gechipt war. Die OP selber zu bezahlen, impfen zu lassen und der Chip wären mehr gewesen, als das was ich dort gezahlt habe. Irgendwo von müssen ja sowohl die Tiere als auch die Mitarbeiter leben und Unkosten decken!!!!
Krewald, 2. September 2010, 17:41 Uhr

Unmöglich

Die Mitarbeiter dort sind sehr, sehr unfreundlich, pampig und teilweise inkompetent.
Tiere aus dem Tierheim - ja, aber bestimmt nicht aus Cuxhaven!!!!!!
Hauhut, 2. September 2010, 13:15 Uhr

Ja, sehr schade

Als im vorletzten Winter unser Hund verstarb, wollten wir einen aus dem Tierheim zu uns nehmen. Wir bekamen ohne Rückfrage nach Unterbringung und ohne persönliches Gespräch die Mitteilung, dass das Tierheim keine Hunde abzugeben habe. Wir haben uns dann einen Hund aus den Kleinanzeigen gekauft. Mit den Katzen ging es uns nun genauso.
Robbe, 1. September 2010, 19:17 Uhr

Schade

Ist ja irgendwie auch kein wunder das tierheim gibt die tiere ja auch kaum raus wenn mann sich da tiere anschaut wird man wie ein Verbrecher behandelt.Abgesehen von dem kleinen vermögen was man dann loswird da holt man sich seine katze lieber auf dem bauernhof
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