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7. Juni 2011

"Straßenkampf" wie im richtigen Leben

OBERNDORF. Er ist ein messerscharfer Beobachter und ein gnadenloser Zyniker. Wolfgang Röhl hat wieder zugeschlagen. Am Freitag stellt er seinen dritten Kriminalroman vor. "Straßenkampf" heißt der und handelt vom Tod eines Autobahn-Gegners.

Wolfgang Röhl ist das, was man eine Edelfeder nennt. Seit vielen Jahren lebt der Stern-Autor an der Oste und ist damit an der Deichlinie mitgehangen und mitgefangen. Er ist verbandelt mit dem Krimiland Kehdingen-Oste, bewahrt aber stets eine gesunde Distanz und hebt sich auch mit seinem dritten Kriminalroman wohltuend von so manchem Möchtegern-Schriftsteller und Selbstvermarkter ab.

Der weit gereiste Röhl saugt die Geschehnisse dieser Region - ganz besonders die an der Oste - wie ein Schwamm auf, wohl auch deshalb sind seine Krimis geprägt von authentischem Lokalkolorit und irgendwie nur ein bisschen böse. Röhl ist eben ein liebevolles Lästermaul. Die überzogen beschriebenen Figuren aus dieser Region sind schnell zu erkennen. Aber, mit dem Röhl'schen Augenzwinkern weist der gleich darauf hin, dass Personen und Handlung frei erfunden sind und jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen rein zufällig ist. Wer's glaubt...

Während sein erstes Werk "Im Norden stürmische Winde" noch wortreich überfrachtet wirkte, schrieb sich Röhl bei "Inselkoller" richtig ein. Schon mal vorweg genommen: In "Straßenkampf" hat er sich getoppt. Mit kreativer Leichtigkeit ist die spannende Handlung rund um den mysteriösen Tod des Autobahn-Gegners Clemens Waschnewski geschrieben.

Am Freitag, 10. Juni, liest Röhl ab 19.30 Uhr auf der "Mocambo". Wer nicht dabei sein kann, sollte sich den neuen Röhl-Krimi unbedingt kaufen.

"Straßenkampf" ist im MCE-Verlag in Drochtersen erschienen (ISBN: 978-3-938097-23-6) und kostet 11,90 Euro.

Von Frauke Heidtmann

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Nach "Im Norden stürmische Winde" und "Inselkoller" ist nun der dritte Krimi von Wolfgang Röhl erschienen. Foto: Heidtmann
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