Schultoiletten: Immer der Nase nach
ALTENWALDE. Der Geruch führt den interessierten Besucher untrüglich an den Ort des Geschehens in der Geschwister-Scholl-Schule: Es mieft gewaltig und ganz und gar nicht fein, wenn man den Toilettentrakt im 1. Stock betritt. Man kann sich leicht vorstellen, dass Schulkinder und Jugendliche - die immerhin zum Teil aus Sahlenburg oder Altenbruch kommen - sich das Geschäft lieber verkneifen, als hier die Toiletten zu benutzen.
Wer es doch nicht mehr aushält, steht oft genug in unappetitlichen Pfützen und trägt die Bescherung auch noch in die ganze Schule - schauerlich, finden auch Schulleiterin Angela Armbrust und Konrektor Arne Ohland-Schumacher, die den jetzt laut gewordenen Protest des Schulelternrats nur unterstützen können.
Jetzt - nach jahrelangem Warten - ist die Lösung des anrüchigen Problems in Sicht: Für die Osterferien sieht die Stadtverwaltung eine Sanierung der Jungen-Toiletten im 1. Stock und im Erdgeschoss vor. Die Jungentoiletten für den Altbau im Erdgeschoss werden komplett entkernt und neu aufgebaut. Die Pinkelrinne wird entfernt, die Leitungen erneuert, Wand und Bodenfliesen und WC-Abtrennungen ersetzt.
Im 1. Stock wird der Teil mit den Pinkelrinnen erneuert: Die unappetitlich verfärbte Keramik verschwindet, die Fliesen werden ersetzt. Damit sollte auch das Geruchsproblem behoben sein, verspricht Lutz Rothermund (Abteilung Hochbau): "Das sitzt alles in den Fugen, so etwas kann man nicht mehr reinigen."
Ansonsten sind mit Hilfe des neuen Hausmeisters bereits allerhand äußerliche Verschönerungsmaßnahmen in die Wege geleitet worden: Hygienebehälter in den Mädchentoiletten sind ebenso angeschafft oder bestellt wie Toilettenrollen- und Handtuchhalter sowie Klobrillen.
Maßnahmen, die auch bitter nötig waren: "Unglaublicher Gestank und total heruntergekommen", "echt ekelig", "Zustände wie im Mittelalter", "eine Zumutung für die Reinigungsdamen" - so äußerten sich vergangene Woche Schüler und Eltern auf der CN-Facebook-Seite.
Von Maren Reese-Winne
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