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13. März 2010

Rückbau B 73: Sitzung erst nach Ostern

OTTERNDORF. Der Otterndorfer Stadtrat wollte sich am kommenden Donnerstag endgültig für das Konzept zur innerörtlichen Neugestaltung entscheiden, doch der Fachausschuss bremste die Entscheidung.

 

Am Donnerstagabend tagte der "Ausschuss für die Neugestaltung der bisherigen Ortsdurchfahrt" unter der Leitung von Frank-Uwe Strüning (SPD) und im Beisein vieler Zuhörer. Die hatten vermutlich auf eine endgültige Entscheidung gewartet, doch die gab es nicht. Stattdessen brachte die CDU/FDP-Gruppe - auch zur Verwunderung der SPD - einen Antrag mit vermeintlich neuen Detailfragen ein.

Man konnte den Eindruck gewinnen, dass es für einige Ausschussmitglieder eine Zeit vor und eine Zeit nach Haselünne gab. Dorthin waren sie gereist (wir berichteten), um sich die innerstädtische Situation anzusehen, die ähnlich wie in Otterndorf sein soll.

Bei der mehr als zweistündigen Diskussion wurden die Eindrücke aus Haselünne mit in die Planungen aufgenommen. Wesentliche Wünsche der Ratsmitglieder und der Anwohner hatten die Planer Morgenroth & Landwehr bereits im vergangenen Jahr in ihre modifizierten Unterlagen aufgenommen. Und so könnte man den Antrag der CDU/FDP-Gruppe auch als Antrag "zurück zur Ursprungsplanung" werten. Im Beisein von Thomas Morgenroth und Christian Landwehr wurden dann aber einige Anregungen gegeben. So soll es einen verkehrsberuhigten Ausbau mit sieben Stundenkilometern geben. Keine Parkplätze vor der Bäckerei auf dem Kirchplatz, dafür aber vertikal angelegte Parkplätze direkt vor der Kirche, die Fahrbahnbreite soll auf 5,50 Meter festgelegt werden (alle Punkte waren bereits in der Ursprungsplanung).

Neu ist der Wunsch der Ausschussmitglieder, selbst beim Aussuchen der Materialien dabei zu sein. Diese Fahrt nach Bremen und Hamburg soll in Kürze stattfinden. Doch hier dürften selbst sparsame Stadtväter schnell an ihre Grenzen kommen, denn mit 1,925 Millionen Euro zur Verfügung stehender Mittel sind teure Sonderwünsche für den Gesamtausbau der innerörtlichen Strecke, vom Liebesweg (Marktkauf) bis zur Medembrücke, kaum erfüllbar. Der Stadtrat wird nun in der zweiten April-Hälfte eine endgültige Entscheidung über den Rückbau der B 73 treffen.

Von Frauke Heidtmann

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