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22. November 2009

Keine Gefahr mehr für den Deich

HECHTHAUSEN. Die Oste macht, was sie will. In der Flussbiegung bei Hechthausen-Kleinwörden befindet sich die schmalste Stelle im unteren Flusslauf. Auf der gegenüberliegenden Seite verlandet der Strom zusehends, während er stark auf das Kleinwördener Ufer drückt und für Uferabbrüche gesorgt hat.

"Der Strom ist mächtig im Gang", sagt Ulrich Gerdes, Geschäftsführer des Ostedeichverbandes, der für die Deich- und Uferunterhaltung in diesem Gebiet zuständig ist. Daher hat der Verband in diesem Jahr in mehreren Etappen gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Maßnahmen zur Ufersicherung ergriffen.

Jetzt haben der Verband und Marten thor Straten vom NLWKN sowie die Baufirma Bunte die Arbeiten im Bereich Kleinwörden abgenommen.

Thor Straten: "Die Abbruchkante hatte eine akute Gefahr für den Deich bedeutet." Daher wurde eine Pfahlwand mit 140 jeweils zehn bis zwölf Meter langen Pfählen gerammt. Außerdem wurden 500 Tonnen Wasserbausteine als Uferböschungssicherung sowie gut 80 Kubikmeter Stackbusch als Füllmaterial hinter der Pfahlwand eingebaut. Damit soll dieser gefährdete Uferbereich für die nächsten Jahre gesichert sein, ist Ulrich Gerdes zuversichtlich.

In einem ersten Bauabschnitt waren in diesem Bereich eine weitere Pfahlwand mit 73 Pfählen gerammt, Wasserbausteine als Uferböschungssicherung und Kleiboden zum Auffüllen der Verkolkung eingebaut. Außerdem wurden Buhnen angelegt, für die etwa 825 Tonnen Wasserbausteine eingesetzt wurden. Diese Deichbaumaßnahmen haben rund 260 000 Euro gekostet.

Zuvor waren bereits stromaufwärts in Höhe des Ihlbecker Kanals 15 Buhnen mit 1150 Tonnen Wasserbausteinen verbaut worden. Außerdem wurde das Deichvorland, die abgesackte Außenberme, im Bereich Hemmoor-Schwarzenhütten erhöht. Diese war über eine Länge von 230 Metern nicht zu unterhalten gewesen, da sie ständig unter Wasser gestanden hatte. Hier wurde Kleiboden zur Vorlanderhöhung eingebaut. Wasserbausteine sorgen für die Uferböschungssicherung.

Auf einer Länge von 120 Metern wurde bei Oberndorf-Mannhausen eine Ufersicherung mit Vorlanderhöhung durchgeführt. Auch hier wurde Kleiboden aufgetragen und Wasserbausteine sichern das Ufer. Die Kosten dieser drei Sicherungswerke betragen 250 000 Euro.

Im Frühjahr soll per Schiff eine Bereisung der Oste unternommen werden, bei der sich das Land, der NLWKN und die Deichverbände ein genaues Bild von der Oste machen wollen.

Von Ulrich Rohde

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Die Ufersicherungsarbeiten an der Oste im Bereich Hechthausen-Kleinwörden sind abgeschlossen worden. Foto: Rohde
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