Kein eigenes Programm für Solarparks im Cuxland
KREIS CUXHAVEN. Was für die Windenergie im Cuxland gilt, wird für die Solarindustrie wohl nicht greifen. Die Windindustrie hat in der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms einen ganz besonderen Stellenwert mit der Ausweisung von Vorrangstandorten. Für die Solarbranche wird es das nicht geben, so die Regionalplanung.
In dieser Woche musste die bisher gut geförderte Solarbranche einen Rückschlag hinnehmen, denn die Fraktionen von Union und FDP haben sich in Berlin auf Förderkürzungen für die Solarindustrie so gut wie geeinigt. Zwar erhält die Branche noch eine letzte Gnadenfrist bis zum 1. Juli dieses Jahres (Umweltminister Röttgen hatte den 1. April vorgeschlagen), am Ende stehen harte Förderkürzungen bevor. Bei den Dachanlagen ist eine 16-prozentige Kürzung vorgesehen, für Anlagen auf Freiflächen ist eine nochmalige 15-prozentige Kürzung geplant. Die Subventionen für Anlagen auf Ackerflächen sollen sogar ganz wegfallen.
Keine rosigen Zeiten also für die Solarplaner und -investoren. Auch vor diesem Hintergrund sah man im Regionalausschuss des Landkreises den möglichen Solarparks im Cuxland eher gelassen entgegen. Bisher liegen der Kreisverwaltung nur rund zehn Anfragen für Solarparks im Cuxland vor. Sie benötigen jeweils eine Fläche zwischen 20 und 30 Hektar, teilte dazu Erster Kreisrat Günter Jochimsen mit. Konkrete Pläne mochte Jochimsen noch nicht mitteilen, denn erst in der Anhörungsphase zum Regionalen Raumordnungsprogramm wird es ernst. Das Regionale Raumordnungsprogramm beschäftigt sich nur am Rande mit der Solarenergie. Dort wird lediglich festgestellt: "Für Solarparks (Freiflächenfotovoltaikanlagen) sind Bauleitpläne aufzustellen. Raumbedeutsame Solarparks müssen raumverträglich sein, sie sind im Einvernehmen mit der Regionalplanung festzulegen."
Bekannt ist bisher, dass in dem Gewerbegebiet neben dem Zivilflughafen in Nordholz Norddeutschlands größtes Sonnenkraftwerk auf einer Fläche von 21 Hektar entstehen soll. Der Gemeinderat Nordholz gab dem Investor Beck Energy aus Bayern dafür in dieser Woche grünes Licht.
Von Frauke Heidtmann
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