Jugendfeuerwehr im Cuxland vorerst führungslos
LAMSTEDT. 15 Jahre lang hatte er für die Jugendfeuerwehren im Cuxland Flagge gezeigt, nun steigt er aus: Die Kreisjugendfeuerwehr verliert ihren langjährigen Jugendfeuerwehrwart Thorsten Ohlandt. Ohne den 42-jährigen Geestensether sind die jungen Brandschützer führungslos - zumal kein Nachfolger in Sicht ist.
Während der Jahresversammlung in der Bördehalle Lamstedt am Sonnabend gelang es nicht, bei den Vorstandswahlen einen Kandidaten für den Posten des Kreis-Jugendfeuerwehrwartes oder seines Vertreters zu finden. Der stellvertretende Kreis-Jugendfeuerwehrwart Stefan Zimdars (Langen), der bei den jungen Brandschützern als Hoffnungsträger für die Zukunft galt, zog sich aus beruflichen Gründen zurück.
Dabei hatte die Versammlung so hoffnungsvoll begonnen: Unter dem Motto "Cuxland-Jugendfeuerwehren - Wir sind Zukunft" präsentierte Thorsten Ohlandt eine beeindruckende Bilanz. Während andernorts viele Wehren ausbluten, ist im Kreis Cuxhaven eine Stabilisierung bis hin zu Zuwächsen zu erkennen. In den 76 Jugendfeuerwehren, die es derzeit im Kreis Cuxhaven gibt, engagieren sich 1287 junge Brandbekämpfer - 922 Jungen und 365 Mädchen. Zusammen mit ihren Betreuern leisten die Nachwuchsfeuerwehrleute jährlich rund 30 000 Arbeits- und Einsatzstunden. "Das soll uns erst einmal einer nachmachen", sagte Ohlandt.
Angesichts dieser positiven Bilanz und in Anerkennung der hingebungsvollen Arbeit des Kreis-Jugendfeuerwehrwartes wagte es keines der anwesenden Mitglieder in seine Fußstapfen zu treten. Kreisbrandmeister Helmut Heinemeyer als Wahlleiter versuchte vergeblich, einen Nachfolger zu finden. Und so soll die Personalfrage auf einer der nächsten Sitzungen geklärt werden.
Ehrenlandrat Martin Döscher (CDU) machte Druck: "Ich erwarte, dass in spätestens 30 Tagen weißer Rauch aufsteigt."
Die Versammlung endete versöhnlich: Im Rahmen eines Sektempfangs ernannte der Landrat Thorsten Ohlandt zum Ehrenkreis-Jugendfeuerwehrwart.
Von Christian Mangels
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