Finanzieller Kraftakt für Hemmoor
HEMMOOR. Die Samtgemeinde Hemmoor versucht den Spagat: Sinkenden Einnahmen stehen Millionen-Investitionen gegenüber. Die Folge: Im Haushalt 2010 muss ein Finanzloch durch Kredite gestopft werden. Der Großteil des Rates sah dazu keine Alternative und stimmte zu. "Ein finanzieller Kraftakt", meinte SPD-Fraktionschef Bodo Neumann (Hechthausen).
Der Grund: Bei den Investitionen tanzt die Samtgemeinde durch die Bereitstellung von Zuschüssen (unter anderen aus dem Konjunkturpaket II) auf mehreren Hochzeiten. Doch die Zuschüsse fließen nur, wenn die Kommune auch Eigenmittel aufbringt. Zu den Bauvorhaben, die angeschoben wurden, zählen unter anderem die Investitionen in das Rathaus (Zuschuss: 485000 Euro), in die Schulsanierungen (635000 Euro), in die Kindertagesstätten (608000 Euro), in das Hallenbad (997000 Euro), in den Straßenbau (183000 Euro) und in den Kanalbau. Insgesamt - so Kämmerer Olaf Berndt - stehen Investitionen in einer Größenordnung von 5,5 Millionen Euro in diesem Jahr auf dem Programm. Rund drei Millionen gibt es als Investitionszuschuss vom Land, weitere 200000 Euro vom Kreis. Da die Samtgemeinde nicht genügend Geld auf der hohen Kante hat, sind die Banken gefordert. Vorgesehen ist eine Kreditaufnahme (1,4 Millionen Euro).
Von Egbert Schröder
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