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5. März 2010

"Das hätte man vorher wissen müssen"

OTTERNDORF. Fehlplanung? Diesen Vorwurf will die "Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr" im Hinblick auf die bevorstehende Sperrung der Otterndorfer Ortsumgehung nicht gelten lassen. Die Kreisel, die ab Montag für 25 000 Euro umgebaut werden, seien "richtlinienkonform" gestaltet worden.

Schon vor und bei der Eröffnung der Ortsumgehung waren Zweifel geäußert worden, dass die beiden Kreisel (an der L 118 in Richtung Neuenkirchen und an der K 16 in Richtung Osterbruch) für Schwertransporte geeignet sind. Dass sie es nicht sind, ist inzwischen klar - und jetzt reagiert auch die Stader Behörde und hat Bauarbeiten angekündigt, die zwischen dem 8. und 26. März erfolgen sollen. In dieser Zeit ist die Ortsumgehung voll gesperrt. Der Verkehr wird wieder durch die Otterndorfer Innenstadt geleitet. Wer aus Richtung Osterbruch bzw. Neuenkirchen kommt oder dort hin will, soll übrigens mit Hilfe einer Ampelregelung an den Baustellen vorbeigeführt werden.

Nach Darstellung der Behörde erhalten beide Kreisel eine sogenannte "Mitteldurchfahrt", über die die überlangen Schwertransporte geleitet werden können. Dass es für derartige Transporte "ein regelmäßiges Verkehrsbedürfnis" gibt, sei erst nach der Freigabe der Ortsumgehung festgestellt worden: "Dies war im Zuge der Planung nicht absehbar", hieß es gestern bei der Landesbehörde. Es habe bei der Planung keine Hinweise auf eine "Häufung derartiger Sonderfahrzeuge" gegeben: "Somit wurden die Kreisverkehrsplätze entsprechend der Planfeststellung richtlinienkonform hergestellt."

Hört sich gut an, überzeugt aber den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, überhaupt nicht: "Die Begründung ist schwach." Es könne auch der Landesbehörde in Stade nicht entgangen sein, dass die B 73 eine sogenannte "Seehafenhinterlandanbindung" sei, über die natürlich auch größere Transporte abgewickelt werden. Ein Blick in das Kartenmaterial hätte genügt. Dass "nachgearbeitet" wird, sei überfällig, zugleich aber auch "peinlich": "Das hätte man alles vorher wissen müssen."

Von Egbert Schröder

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Beim Bau der "Kreisverkehrsplätze" im Zuge der Otterndorfer Ortsumgehung sei es "richtlinienkonform" zugegangen, so die Planer. Jetzt muss allerdings nachgearbeitet werden; die Kreisel werden für Schwertransporte präpariert. Die Kosten: 25?000 Euro.
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Leserkommentare

Beuermann,Guido, 8. März 2010, 21:33 Uhr

Kreisel

Bin selber Brummifahrer,habe schon damit gerechnet,das alles zu eng wird.Aber so sind die Behörden.Alles muss kompliziert sein,und nichts funktioniert
Franky, 5. März 2010, 19:14 Uhr

Wurde jetzt wenigstens ganzheitlich gedacht?

Wenn ich es der NEZ in der Berichterstattung richtig entnommen habe, stehen auch noch Erweiterungen der Leitplanken an. Werden diese denn jetzt wenigstens gleich mit erledigt oder können wir in einigen Wochen mit der nächsten Sperrung rechnen?
Gerdie, 5. März 2010, 11:10 Uhr

"Das hätte man vorher wissen müssen"

Wie heißt es doch so schön: "Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche". Absolut peinlich, wundert mich aber gar nicht.
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