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8. Juni 2012

Zwangsversteigerng angedroht Bewegung in der Hertie-Frage?

CUXHAVEN. Jüngste Entwicklungen im Tauziehen um eine Lösung für den ehemaligen Hertie-Standort Cuxhaven nähren im Rathaus die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den seit Monaten laufenden Verhandlungen: Eine Zwangsversteigerung der leer stehenden Immobilie könnte den Weg für ein neues Investment in bester Innenstadtlage ebnen.

Nach Darstellung von Stadtbaurat Michael Müller besteht aktuell Anlass zur Hoffnung, dass sich in Sachen Hertie etwas bewegt: Von einer Art „strategischer Partnerschaft“ zwischen Gläubigern, dem Investor und der Stadt als Nutznießer spricht man im Rathaus; nüchterner ausgedrückt geht es um Interessenlagen, die parallel verlaufen, sodass Cuxhaven am Ende das lang ersehnte Ziel einer Neu-Nutzung des einstigen Warenhaus-Standortes erreichen könnte. Vereitelt wurde dies bislang durch ein unübersichtliches Eigentümer-Konglomerat, das kein ernsthaftes Verkaufsinteresse des als profitabel beschriebenen Einzelhandelsstandorts am Eingang der Nordersteinstraße erkennen ließ.

Neue Leerstandszahlen

Wie Müller diese Woche im städtischen Wirtschaftsausschuss erläuterte, wurden die bundesweit 64 ehemaligen Hertie-Häuser (darunter auch das Cuxhavener Haus) zwischenzeitlich auf ebenso viele Einzelgesellschaften verteilt. Diese Einzelgesellschaften, die alle in den Niederlanden registriert sind, ereilte mittlerweile dasselbe Schicksal wie den ehemaligen Hauptgesellschafter: Im Februar 2012 meldeten sie allesamt Insolvenz an. Die Gläubigerseite will nun anscheinend zumindest im Cuxhavener Fall nicht länger die Füße still halten: Angestrebt werde – so Müller – „diesen Standort hier in die Zwangsversteigerung zu bringen“. Über diesen Umweg könnte zu guter Letzt der Investoren-Plan für den Bau einer Einzelhandels-Passage am Kaemmererplatz Gestalt annehmen – und das Leerstandsproblem behoben werden.

(kop)

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Zweieinhalb Jahre nach der Schließung des Hertie-Hauses könnte durch eine angedrohte Zwangsversteigerung Bewegung in die unbefriedigende Situation kommen. Ein Investor, der das Gebäude abreißen und die gesamte Fläche inklusive Parkplatz bebauen möchte, steht dem Vernehmen nach bereit. Foto: CN-Archiv
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