Arzt-Streit: Lösung ist in Sicht
KREIS CUXHAVEN. Weil im Cuxland immer öfter die Ärzte im Bereitschaftsdienst abends und nachts nicht ans Telefon gehen oder Patienten auffordern, gleich die Notrufnummer 112 zu wählen, haben die Notärzte allein in den vergangenen acht Wochen 100 Einsätze mehr gehabt.
Im Kreis-Sozialausschuss wurde gestern heftig Kritik geübt - und eine Lösung vorgeschlagen. "Wenn die Ärzte mit dem Bereitschaftsdienst überfordert sind, sollte man sie entlasten", meinte Dr. Klaus-Gerrit Gerdts (Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Cuxhaven). Sein Vorschlag: In der Einsatzleitstelle wird abends, nachts und an den Wochenenden eine ärztliche Fachkraft auf 400-Euro-Basis platziert - getrennt von den Arbeitsplätzen der Leitstellen-Mitarbeiter. Diese Fachkraft nimmt die Anrufe über eine zentrale Bereitschaftsdienstnummer entgegen, hilft mit Rat und Informationen weiter und meldet bei Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung dies sofort weiter an die Kollegen in der Einsatzleitstelle.
Sein Vorschlag stieß auf große Zustimmung.
Von Herbert Klonus
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