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13. August 2012

Kathleen Keller auf dem Dobrock überragend Aber Anke Bergmann holt die Dressur-Krone

WINGST. Es hätte ihr Dobrock-Turnier werden können. Kathleen Keller, die 22-jährige Dressur-Derbysiegerin von Hamburg 2011 und diesjährige Dritte bei den Landesmeisterschaften des Pferdesportverbandes Hannover, war die beste Dressur-Reiterin des Turnier-Wochenendes in der Wingst.

Und dennoch verpasste sie mit ihrem ausdrucksstarken 15-jährigen Hannoveraner Wonder FRH den kompletten Triumph. Beim abschließenden Höhepunkt der unter hervorragenden äußeren Bedingungen veranstalteten Dressur-Wettbewerbe beim 105. Dobrock-Turnier, der Kl. S***-Dressurprüfung Grand Prix-Special, musste Kathleen Keller den Sieg Anke Bergmann überlassen. Die Dressurreiterin vom Reitverein Elmlohe-Marschkamp erzielte mit ihrer elfjährigen Hannoveraner Stute Royana bei den Richtern eine Wertung von 68 Prozent für ihren konzentrierten Vortrag. Kathleen Keller und Wonder blieb nur Platz zwei mit der Wertung 66,542 Prozent.

Die vielfache Landesmeisterin Anke Bergmann ist schon viele Jahre im Dressursport, betreibt einen Stall und Ausbildungsbetrieb in Elmlohe. Sie steht mit der elfjährigen Rotspon-Tochter Royana noch am Anfang der Grand-Prix-Karriere. Umso glücklicher war die Reiterin über ihren großen Erfolg. Als dritte des Grand Prix-Special konnte die Hamburgerin Anja Hermelink mit ihrem 18-jährigen Westfalen-Hengst Donjour sehr zufrieden sein. Ihr gaben die Richter eine Wertung von 66,375 Prozent.

Doppelsieg für Keller

Bereits am Freitag hatte Kathleen Keller mit Lord im Prix St. Georges, Kl. S*, schon einmal vorgelegt und bei ihrem Sieg die 70-Prozent-Marke geknackt. Einen Tag später, am Sonnabend, setzte sie mit dem siebenjährigen Hannoveraner Wallach Desperados erneut ein Zeichen mit ihrem ersten Platz und einer 73-Prozent-Wertnote. Hier blieb sie vor Anja Hermelink und Britta Baumgart vom RV Aller-Weser. Ihr Meisterstück gab die junge Reiterin aber im Grand Prix de Dressage, einer S***-Prüfung. In diesem von Prof. Monika Harms gegebenen und der Erinnerung an Hans-Heinrich Isenbart, den legendären Reitsport-Moderator, gewidmeten hochkarätigen Dressur-Klassiker platzierte sie ihren 15-jährigen Hannoveraner Wallach Riverdance an die erste Stelle mit 70 Prozent und hatte auch mit Wonder FRH als zweitem Pferd einigen Abstand vor der Konkurrenz (66,667 Prozent). Als Dritte folgte hier Anja Hermelink mit ihrem Donjour (65,887 Prozent).

ULRICH ROHDE

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Dressurreiterin Kathleen Keller aus Harsefeld dominierte mit Wonder die Dressurwettbewerbe auf dem Dobrock. Im Grand Prix-Special, dem abschließenden Höhepunkt am Sonntag, reichte es nur für Platz zwei. Foto: Stroscher
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