35-Jähriger beim Baden ertrunken
CUXHAVEN. Die Elbe ist kein ungefährliches Badegewässer. Diese Erfahrung mussten am Freitag Schwimmer machen, die im Bereich des Döser Strandbades, nahe der Kugelbake ins Wasser gegangen und dann über den Leitdamm in Richtung Fahrwasser abgetrieben worden waren. Ein 35 Jahre alter Urlauber aus Hannover ertrank am Freitag nach dramatischen Rettungsversuchen. Die Cuxhavener Seenotretter hatten den Schwimmer gegen 15.40 Uhr mit dem Tochterboot "Biene" aus dem Wasser geholt. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann nach Angaben von Vormann Jörg Bünting aber schon ohne Bewusstsein gewesen. Der Körper trieb bäuchlinks auf dem Wasser. Der Kopf befand sich unter Wasser. Wiederbelebungsversuche zunächst durch die Rettungsleute an Bord der "Biene" und anschließend am Anleger im Fährhafen durch einen Notarzt hatten keinen Erfolg mehr. Der Notarzt musste schließlich den Tod feststellen. Weil unklar war, ob noch eine zweite Person abgetrieben worden war, wurde eine Suchaktion gestartet, an der sich unter der Leitung von Vormann Jörg Bünting vom Rettungskreuzer auch die Wasserschutzpolizei, die DLRG, die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Duhnen und die Kurverwaltung mit Booten und Personal beteiligten. Ausgelöst worden war die Suche durch die Meldung einer Passantin, die am Strand nahe der Kugelbake einen Personalausweis gefunden hatte. Später stellte sich auf Nachforschungen der Polizei heraus, dass es sich um den Personalausweis des Ertrunkenen handelte. Die Suche wurde danach gegen 17 Uhr abgebrochen.
Die Freundin des Verstorbenen war zunächst mit ihrem Partner vom Strand aus hinausgeschwommen. Ablandiger Wind und eine gefährliche Nährströmung hatten das Paar über den Leitdamm in Richtung Fahrwasser getrieben. Die Frau hatte versucht, ihren Partner, dessen Kräfte schwanden, über Wasser zu halten. Schließlich musste sie los lassen und konnte sich gerade noch mit letzter Kraft auf den leitdamm retten, wo sie völlig entkräftet zusammen brach und später vom Notarzt versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht wurde. Den Mann bargen die Retter etwa 20 Minuten später nahe der Untiefentonne bei der Kugelbake. Ein Urlaubspaar aus Neustadt an der Weinstraße (beide 20 Jahre alt) hatten zuvor versucht, den in Not Geratenen zu helfen. Mit einer Luftmatratze hatten sie versucht, den Körper des Mannes über Wasser zu halten.
Dem Drama war ein halbstündiger Rettungseinsatz von Kurverwaltung und DGzRS vorausgegangen. Drei Schwimmer waren kurz nach 15 Uhr an der gleichen Stelle jeweils aauf einer Luftmaatratze über den Leitdamm in Richtung Fahrwasser getrieben. Eine person konnte vom DGzRS-Tochterboot "Biene" die anderen beiden vom Boot "Nico" der Kurverwaltung in Sicherheit gebracht werden.
Von Thomas Sassen
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Leserkommentare
Der ganz normale Wahnsinn..
Muß mich nochmal zu Worte melden.........
EINEN Tag nach dem Unglück bekam sie folgenden Dialog eines Päärchens aus dem "Nachbarstrandkorb"mit:
"Wollen wir ins Watt? Es sind ja keine Schiffe zu sehen,können ja hinter die Mauer aber nehmen die Luftmatratzen mit-dann haben wir feste Unterlage und können nicht absaufen" - nach einem lauten "hahahaha" zogen die beiden dann von dannen - Luftmatratzen im Schlepptau !!!!!!!!!!!!!
Dieses Päärchen war ca 3o Jahre !
Da fehlten meiner Bekannten die Worte-und das will was heißen
Schon komisch...
Und was hört man dann von Gästen, die am Deich auf einer Bank sitzen und das ganze beobachten?
"Kuck mal, was für eine tolle Badestelle! Der Bademeister hat sogar ein eigenes Schlauchboot....." Kein Kommentar mehr, der mir dazu einfällt, zumindest kein sinnvoller...
Wie kann man als erwachsener so unvernünftig sein???????
Artikel wirft Fragen zum Unfallablauf auf...
Wind war ja wenig und südlich an dem Tag, also wohl keine Kiter unterwegs zu der Zeit bei der Kugelbake, die hätten sonst sicher schneller helfen können...
ich war selber dabei
Wir wussten sofort wir mussten eingreifen und haben versuch die bewusstlose frau über den leiddamm zu bekommen. Das ein sehr schwerer Kampf war! Anschließen haben wir die person zum strand getragen wo anschließend pasanten erste hilfe geleistet haben. Als die polizei, Feuerwerk und DLRG eintraff war die frau schon an land und wieder bei bewusstsein.
Schlimm!!!
Die Kurverwaltung MUSS dafür sorgen, das ausreichend davor gewarnt wird um solche Tragödien zu verhindern....

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